Pickel nach dem Rasieren – Was wirklich hilft! Tipps gegen Rasurbrand

Bei nicht wenigen Menschen entstehen nach einer Rasur kleine rote Hautirritationen, sogenannte Rasierpickel. Dabei ist es in der Regel völlig egal, ob nass oder trocken, im Gesicht, im Intimbereich oder an sonstigen Stellen des Körpers rasiert wurde.

Pickel nach dem Rasieren oder besser wie im Fachjargon als Rasurbrand (mehr Infos auf Wikipedia) bezeichnet lässt sich meist durch einfache Tipps vermeiden. In diesem Artikel erfährst Du was typische Fehler sind, was wirklich hilft und was Du gegen vorhandene Rasierpickel machen kannst.

Tipps zur Vermeidung von Pickel nach Rasur

Oftmals entstehen Rasierpickel da einige Grundregeln nicht eingehalten werden. Mit diesen Tipps gegen Rasierpickel bekommst Du Rasurbrand in den Griff.

Tipp 1: Haut vor der Rasur gründlich reinigen

Schon unser erster Tipp wird von Vielen nicht berücksichtigt, obwohl es wirklich logisch ist, die Hautstellen welche rasiert werden im Vorfeld wirklich gründlich zu waschen.

Pickel nach Rasur - Waschen

Die oberste Hautschicht wird bei jeder Rasur natürlich am meisten beansprucht, und genau hier sitzen auch die meisten Verunreinigungen und Bakterien. Werden die zu rasierenden Bereiche nicht gereinigt, können diese Rückstände in die Haut eindringen und zu Hautirritationen sprich Rasierpickeln führen.

Um dies zu vermeiden reicht eine gründliche Reinigung. Eine Desinfektion der Haut ist nicht notwendig und darüberhinaus auch nicht empfehlenswert. Die meist alkoholhaltigen Desinfektionsmittel reizen selbst bereits wieder die Haut.

Tipp 2: Regelmäßiges Peeling

Vielleicht nicht jedermanns Sache aber ein regelmäßiges Peeling kann ebenfalls gegen Pickel nach der Rasur helfen. Das Peeling hilft der Haut sich zu erneuern indem alte und tote Hautschüppchen entfernt werden und die Haare dadurch zudem weniger einwachsen. Das kann Hautreizungen verringern.

Tipp 3: Lange Haare vorher abschneiden

Besonders wenn nass rasiert wird, sollten zu lange Haare vorher abgeschnitten oder getrimmt werden. Andernfalls kommt es sehr schnell dazu, dass der Rasierer überfordert ist und sich die Haare komplett über die Rasierklingen verteilen.

In diesem Fall werden Haare dann mehr und mehr ausgerissen oder unsauber rasiert. Von einer sanften Rasur kann hier keine Rede mehr sein.

Für die Kürzung langer Haare kann ein Barttrimmer oder bei Bedarf ein Haarschneider gegebenenfalls auch eine Schere (Vorsicht!) verwendet werden.

Tipp 4: Immer scharfe Klingen verwenden

Scharfe Klingen werden für eine gründliche Haarentfernung gebraucht und sind besonders wichtig. Ähnlich dem vorherigen Tipp, warum lange Haare vor der Rasur gekürzt werden sollten, sollten auch immer scharfe Rasierklingen verwendet werden. Denn stumpfe und unscharfe Klingen reißen mehr als sie schneiden was zu Mikroverletzungen der Haut führt und in letzter Instanz zu Pickel nach dem Rasieren.

Zudem wird bei Verwendung scharfer Klingen während der Rasur instinktiv weniger Druck mit dem Rasierer auf die Haut ausgeübt.

Tipp 5: Haare und Haut einweichen

Das geschieht am besten mit warmem Wasser. Werden die entsprechenden Stellen vorher gute zwei Minuten behandelt, werden die Haut wie auch die Haare weich. Die Haare lassen sich folglich leichter entfernen und die Rasur wird auch in diesem Falle sanfter.

Tipp 6: Rasierschaum / Rasiergel verwenden

Hier scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf Schaum, die anderen auf Gel. Letztendlich ist es völlig egal, ob Schaum oder Gel benutzt wird. Wichtig ist dass eines von beidem vor der Rasur auf die entsprechenden Areale aufgetragen wird.

Dabei solltest Du dem Schaum / Gel eine kurze Einwirkzeit gönnen. So können sich die Haare aufrichten und auch eingeweicht werden.

Außerdem reduziert Schaum oder Gel die Reibung zwischen Rasierer und Haut – die Klingen gleiten also deutlich leichter über die Oberfläche. Automatisch übst Du dann reduzierten Druck aus, was deine Haut weniger stark reizt und verletzt.

Beachte allerdings auch bitte den folgenden Tipp!

Tipps gegen Rasierpickel - Rasierschaum

Tipp 7: Unverträglichkeit Rasierschaum / Rasiergel

Rasierschaum (oder auch Rasiergel) sind ja schön und gut, und wir preisen sie hier gegen Rasierpickel an. ABER: Das hilft natürlich alles nichts wenn Du eine Unverträglichkeit gegen diesen hast. Dann entstehen erst recht Rasierpickel und Hautirritationen.

Also gehe sicher dass Du deinen Rasierschaum verträgst, ansonsten wechsle ihn.

Außerdem gibt es Rasier- Schäume / Gele / Cremes für speziell empfindliche Haut!

Tipp 8: Mit dem Strich rasieren

Einer der Hauptgründe für die Entstehung von Rasurbrand ist das Rasieren gegen den Strich (also gegen die Haarwuchsrichtung). Gerade bei einer Nassrasur sind Rasierpickel damit fast schon vorprogrammiert. Instinktiv haben wir das Gefühl, dass hier am saubersten Rasiert wird – leider wird so die Haut auch am meisten strapaziert und gereizt.

Für die Haut ist es deutlich besser immer mit dem Strich und mit einer scharfen Klinge zu rasieren.

Tipp 9: Haut nach der Rasur kalt abduschen

Das hat zwei Vorteile. Zum einen werden die beanspruchten Hautbereiche gekühlt und damit beruhigt. Außerdem werden durch die Kälte die Hautporen schneller verschlossen was das Eindringen von Verschmutzungen und somit auch Rasierpickel verhindert.

Tipp 10: Pflegemittel nach der Rasur verwenden

Durch eine Rasur wird die Haut strapaziert. Zusätzlich können Mikroverletzungen bedingt durch die Rasur auftreten. All das beraubt die Haut um Feuchtigkeit und lässt die eher austrocknen. Deswegen sind pflegende Produkte wie Lotionen optimal um die beanspruchten Areale danach wieder mit Feuchtigkeit zu versorgen und die Haut zu beruhigen.

Tipp 11: Schweiß nach der Rasur vermeiden

Je nach Hauttyp verträgt man die Rasur besser oder schlechter. Wenn Du eine empfindliche Haut hast oder nach dem Rasieren gerötet bist, solltest Du auf Sport für wenige Stunden verzichten. Salzhaltiger Schweiß kann frisch rasierte Haut weiter Reizen und fördert damit auch Rasurbrand.

Infografik: 11 Tipps gegen Rasierpickel

In unserer Infografik findest Du alle 11 Tipps noch einmal kompakt zusammengefasst. Danach erfährst Du was Du gegen bereits vorhandene Rasierpickel machen kannst.

Rasierpickel vermeiden - Infografik mit 11 Tipps gegen Rasierpickel

Bereits vorhandene Rasierpickel behandeln

Du hast trotz der oben genannten Tipps nach dem Rasieren Pickel bekommen? Das kann natürlich sein und hat unter Umständen noch weitere Gründe. Oftmals muss sich die Haut auch erst an eine Rasur gewöhnen – d.h. hast Du kürzlich erst deinen Rasierer oder die Rasurart (nass / trocken) gewechselt oder neue Hautbereiche rasiert, kann es eine Weile dauern bis die Haut dort die Haarentfernung verträgt.

Solltest Du bereits Rasierpickel haben, kann es einige Tage dauern bis diese wieder komplett verheilt sind. In dieser Zeit musst Du dir natürlich keinen Vollbart wachsen lassen – Du kannst Dich trotzdem rasieren. Allerdings solltest Du deiner Haut mindestens einen Tag zur Regeneration gönnen!

Viele Mittel gegen Rasurbrand gibt es leider nicht. Die gängigste Methode ist einfach abzuwarten bis die Pickelchen wieder verschwunden sind. Auf keinen Fall solltest Du anfangen Rasierpickel auszudrücken oder aufzustechen! Sollte sich ein Pickel wirklich mal hartnäckig zeigen, suche vorher besser einen Hautarzt auf.

Salben – Welche helfen gegen Rasierpickel?

Es gibt auch eine Salbe extra gegen Rasierpickel welche desinfiziert und beruhigend wirken soll. Kaufen kannst Du diese online oder in der Apotheke (hier kannst Du dich dann auch beraten lassen). Auch Zinksalbe (in der Drogerie zu finden) kann bei Anwendung auf die Pickel eine schnellere Heilung begünstigen.


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