Warum du Rasieren ohne Rasierschaum vermeiden solltest

Du hast gerade keinen Rasierschaum zur Hand und willst wissen, ob dich auch ohne diesen rasieren kannst? In diesem Artikel will ich dir Alternativen zeigen, mit denen du dich auch ohne Rasierschaum rasieren kannst. Außerdem erfährst du, wofür der Schaum eigentlich gut ist und warum du ihn für eine richtige Nassrasur auf jeden Fall anwenden solltest.

Wofür benötigt Man(n) eigentlich Rasierschaum?

Rasierschaum soll deine Haut vor allem vor Rasurbrand und Hautrötungen schützen. Das gelingt in erster Linie durch:

  • Weichmachen der Barthaare: Nach dem Auftragen und Einwirken des Schaums werden deine Barthaare weicher und können somit besser von den Klingen des Nassrasierers aufgenommen werden.
  • Erhöhte Gleitfähigkeit der Klingen über die Haut
  • Barthaare- und Stoppeln werden aufgerichtet und werden somit besser erfasst
  • Pflegende und beruhigende Inhaltsstoffe

Schaum lässt sich entweder aus Rasiercreme oder Rasierseife mit Hilfe eines guten Rasierpinsels aufschlagen oder durch Druck aus der Dose gewinnen. Die beiden erstgenannten Methoden solltest du für eine wirklich perfekte Rasur auf jeden Fall dem Rasierschaum aus der Dose vorziehen.

Warum Rasieren ohne Rasierschaum keine gute Idee ist

Rasieren ohne Rasierschaum sollte man vermeiden

Die Vorteile habe ich ja bereits im vorigen Abschnitt erklärt. Jetzt möchte ich dir zeigen, warum es keine gute Idee ist, auf Schaum bei der Rasur zu verzichten und was du machen kannst, wenn es wirklich nicht anders geht.

Vermutlich kennst du die folgende Situation: Man muss sich dringend Rasieren, hat aber vergessen einen neuen Tiegel Rasierseife oder Dosenschaum zu kaufen. Man fragt sich kurz, was schon passieren soll, wenn man sich ohne rasiert und legt drauf los. Ein paar Stunden später bereut man seinen blinden Aktionismus. Das Gesicht brennt überall, Juckreiz und Hautirritationen verfolgen einen noch mehrere Tage danach.

Der Grund ist, dass du durch eine Nassrasur ohne Schaum keinerlei Schutzfilm zwischen Klinge und Haut hast. Der Rasierer gleitet nicht wie gewohnt über die Haut, sondern verhakt sich an den Haaren, was zu bösen Schnittwunden führen kann. Kurzum: Die Reibung zwischen Rasierer und Hautoberfläche ist maximal, der ausgeübte Druck auf deine Haut zu groß.

Um das zu vermeiden, kannst du dir mit den folgenden Rasierschaum Alternativen Abhilfe schaffen:

Rasierschaum Ersatz

Diese Mittel ersetzen den klassischen Schaum beim Rasieren mehr (Alternative 3) oder eher notbedürftig (Alternative 1) gut:

Alternative 1: Die McGyver Hausmittel Methode

Jetzt kommen die Not-Hausmittel zum Einsatz, von denen du garantiert eines im Bad stehen hast. Im Prinzip eignet sich alles, was sich zu einem mehr oder weniger beständigen Schaum aufschlagen lässt. Dazu gehören Shampoo, Conditioner, Duschgel oder ein spezielles Waschgel fürs Gesicht.

Wenn du diese Pflegemittel mit einer kleinen Menge Wasser mischt und in deinen Händen vermengst, erhältst du einen seifigen Schaum, den du daraufhin in deinem Gesicht verteilen kannst. Die Konsistenz ist natürlich eine ganz andere, also warte nicht zu lange beim Einwirken, sonst ist vom Schaum nichts mehr übrig. Verwende am besten lieber etwas weniger Wasser, um einen festeren und haltbareren Schaum zu bekommen. Vor allem Conditioner eignet sich aufgrund seiner Eigenschaft als Haarweichmacher gar nicht so schlecht.

Im besten Fall nutzt du Körperpflegemittel ohne Zusatz- und Parfümstoffe, um der empfindlicheren Gesichtshaut Rechnung zu tragen.

Alternative 2: Pflegeöle

Basisöle wie Jojoba, Mandel oder Olivenöl machen deinen Bart weicher und helfen dir, mit dem Rasierer leichter über die Haut zu gleiten. Zudem reduzieren die pflegenden Öle das Risiko für Rasurbrand.

Auch Babyöl eignet sich grundsätzlich für diesen Zweck. Frauen nutzen es oft, um ihre Beine zu rasieren, also warum nicht auch du für dein Gesicht? Nachteil der Öle ist, dass die Barthaarreste die Klingen deines Rasierers leichter verstopfen und verkleben.​

Alternative 3: Nichtschäumende Rasiercreme

Die nichtschäumende Rasiercreme ist vor allem für Männer mit sehr trockener und empfindlicher Haut geeignet und bietet sich als ernsthafter Ersatz zu Rasierschaum an. Die rückfettenden Cremes spenden der Haut Feuchtigkeit und verhindern das Austrocknen der Barthaare. Das ist bis auf das Fehlen von Schaum auch der größte Unterschied zum schäumenden Pendant.

Vor dem Auftragen von nichtschäumender Rasiercreme solltest du darauf achten, dass dein Gesicht ausreichend gewaschen und gereinigt ist. Wenn du die Creme nach dem Auftragen etwas einwirken lässt, gleitet deine Rasierklinge ohne Widerstand durch deine Barthaare. So wie du es normalerweise auch von einer Rasur mit Schaum gewohnt bist.

Fazit

Rasieren ohne Schaum solltest du auf jeden Fall sein lassen. Nur so vermeidest du wirksam Hautirritationen, Verletzungen und Rasurbrand. Ersatz bieten Schäume von Shampoo und anderen seifen- oder fetthaltigen Pflegemitteln bzw. nichtschäumende Rasiercreme.

Das Ganze gilt natürlich nur für die Nassrasur. Bei Trockenrasierern musst du dir logischerweise keine Gedanken machen.

Über den Autor

Meistens Bartträger, aber ebenfalls interessiert an der Kunst der vollendeten Nassrasur. Stolzer Blogger im Gentsbible-Team.

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